Herforder Tischler machen auch mit gefärbten Solarleuchten auf Meeresverschmutzung aufmerksam

Herforder Tischler machen auch mit gefärbten Solarleuchten auf Meeresverschmutzung aufmerksam

„Die Färbung von Holzteilen mit Schlamm, der bei der Säuberung von Geisternetzen abfällt, ist eine prima Unterstützung für Initiativen gegen die Meeresverschmutzung“, sind sich Heiko Bahls und Udo Knake vom Obermeister-Team der Tischler-Innung Herford sicher. Auch unmittelbar vor und nach der jüngsten WDR2-Weihnachtswunder-Aktion in Essen wurden von Mitgliedsbetrieben und Auszubildenden wieder verschiedene Holzprodukte gefertigt und zum Teil dunkel eingefärbt.

Der Geschäftsführer der Möbelfabrik Knake und ehrenamtliche Ausschussvorsitzende für Öffentlichkeitsarbeit beim Fachverband Tischler NRW konnte sich erstmals an den zerlegbaren Solarleuchten, die vornehmlich als Tisch- oder Stehversion für die Inneneinrichtung gedacht sind, ausprobieren. Die Leuchten, die der Herforder in Anlehnung an ein früheres Zwischenprüfungs-Stück gemeinsam mit Obermeister-Kollege Stefan Kraik aus Erkelenz, Gestaltungsberater Hans Christoph Bittner und Pressereferent Jens Südmeier von Tischler NRW für das WDR2-Weihnachtswunder in Essen entwickelt hatte, wurden in Meeresschlamm getaucht und zum Jahreswechsel auch auf Sylt präsentiert.

Solarleuchten und Holzsterne in Meeresschlamm eingetaucht

Im vorletzten Spätherbst sind aufgrund der Initiative der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V. zahlreiche Geisternetze aus 40 bis 50 Metern Tiefe aus der Ostsee vor Rügen geborgen und nach Ostwestfalen transportiert worden, so dass sich die Tischler-Innung Herford seinerzeit ganz spontan zum Lager und Verteilzentrum der Netze entwickeln konnte.

Die Möbelfabrik fräste verschiedene Spenden-Objekte an der CNC-Maschine und färbte sie mit Ostseeschlamm, der bei der Hochdruckreinigung der Netze auf dem Betriebsgelände angefallen war, ein.

Auszubildende haben unter Anleitung von Ausbildungsmeister Heiko Bahls in der überbetrieblichen Lehrwerkstatt in Bünde auch für die jüngste Weihnachtswunder-Aktion wieder Sonderschichten eingelegt und ebenfalls Holzteile für die Solarleuchten gefertigt.

Udo Knake erinnert sich an ein gutes Feedback auf den Kurztrip nach Johannesburg: „Alle Besucher an unserem Stand direkt vor dem Essener Dom, denen die Geschichte hinter den Solarleuchten und der Fairtrade-Fertigung in Südafrika erläutert wurde, waren interessiert – und nicht umsonst sind auch diese Holzteile wie geschnitten Brot für Spenden über die Theke gegangen.“ Ausführliche Infos zu den Eindrücken vor Ort stehen im Sonnenglas-Blog unter https://sonnenglas.net/de/blog/wdr-2-weihnachtswunder.

Massive Verschmutzung der Meere

Nach Schätzungen der Delphinschutz-Organisation, die 1991 gegründet wurde, töten jedes Jahr 6,4 Millionen Tonnen dieser in den Meeren herumtreibenden Fischernetze mehr als 136.000 Seehunde, Seelöwen, Delfine, Wale, zusätzlich Millionen Vögel, Schildkröten, Fische und noch viel kleinere Organismen, die für das Ökosystem unter und über Wasser notwendig sind. Außerdem werden Geisternetze aus Plastik über Jahrhunderte in kleine Teilchen zersetzt. Die Auswirkungen der Mikroplastik auf Tiere und Menschen sind indes noch schwierig einzuschätzen. Udo Knake betont: „Nicht zuletzt auch deshalb möchten wir Tischler mit weiteren Spendenaktionen die Bergung von Geisternetzen unterstützen.“

  • Weitere Bilder:
WDR2-Weihnachtswunder: über 120.000 Euro in den großen Spendentopf

WDR2-Weihnachtswunder: über 120.000 Euro in den großen Spendentopf

Tischler NRW ist, u. a. auch mit Unterstützung unseres Betriebes und der Innung Herford gelungen, nicht nur den Spendentopf mit über 120.000 Euro zu füllen, sondern auch die „Emotionstankstelle“ – die das WDR2-Weihnachtswunder ohne Zweifel ist – mit ganz viel positiver Holz-Energie aufzuladen.

Wir wünschen euch allen ein schönes Fest und einen guten Rutsch.

  • Weitere Bilder:
Im Rahmen der Messe „boot“ in Düsseldorf überreichte der Herforder Tischlermeister Udo Knake (l.) Futterhäuschen und „Seesterne“ mit Aufhängungen aus Geisternetzen an Schauspieler Sigmar Solbach, der sich als Vorsitzender der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. gegen die Verschmutzung der Meere einsetzt.  Bild: privat

Herforder Tischler machen mit „Seesternen“ auf Meeresverschmutzung aufmerksam

Futterhäuschen und Sterne aus Holz an Geisternetzen: Delphinschutz-Vorsitzender Sigmar Solbach freut sich über Unterstützung

„Die Tischler aus Nordrhein-Westfalen haben die Menschen mit vielen pfiffigen Ideen rund um die Geisternetze sensibilisiert“, freut sich Sigmar Solbach, Schauspieler und Vorsitzender der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. Auf der Messe „boot“ in Düsseldorf überreichte Udo Knake vom Obermeister-Trio der Tischler-Innung Herford ihm verschiedene Holzprodukte, die auf das schwierige und wichtige Thema aufmerksam machen.

Der Tischlermeister und ehrenamtliche Ausschussvorsitzende für Öffentlichkeitsarbeit beim Fachverband Tischler NRW hatte neben dem Futterhäuschen mit Geisternetz-Aufhängung, das er mit Gestaltungsberater Hans Christoph Bittner und Pressereferent Jens Südmeier von Tischler NRW für das WDR2-Weihnachtswunder in Paderborn erfolgreich umsetzen konnte, auch noch seine in Ostseeschlamm eingefärbten „Seesterne“ im Gepäck.

Holzsterne mit Ostseeschlamm eingefärbt
Aufgrund der Initiative der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V. wurden die Geisternetze, die kurz zuvor aus 40 bis 50 Metern Tiefe aus der Ostsee vor Rügen geborgen worden waren, unmittelbar vor der Weihnachtswunder-Aktion nach Ostwestfalen transportiert, sodass sich die Tischler-Innung Herford ganz spontan zum Lager und Verteilzentrum der Netze entwickeln konnte. Auszubildende haben in der überbetrieblichen Lehrwerkstatt in Bünde sogleich nach der regulären Arbeitszeit aus den großen Netzen noch fleißig Aufhängungen herausgeschnitten. Als nachhaltiges i-Tüpfelchen wurden Holzsterne als zusätzliche Spenden-Objekte ausgefräst und mit Ostseeschlamm, der bei der Reinigung der Netze mit einem Hochdruckreiniger auf dem Betriebsgelände der Möbelfabrik Knake angefallen war, eingefärbt. Udo Knake erinnert sich: „Alle Besucher an unserem Stand direkt vor dem Paderborner Dom, denen die Geschichte hinter den Futterhäuschen und der Färbung der Seesterne erläutert wurde, waren interessiert – und nicht umsonst sind die Futterhäuschen und Holzsterne wie geschnitten Brot für Spenden über die Theke gegangen.“

Massive Verschmutzung der Meere
Sigmar Solbach, der insbesondere mit seiner Rolle als Dr. Stefan Frank, dem „Arzt, dem die Frauen vertrauen“ bekannt wurde, kennt die gefährlichen Auswirkungen der Geisternetze: „In allen Meeren gibt es auch deshalb massive Probleme mit der Verschmutzung.“ Nach Schätzungen seiner Delphinschutz-Organisation, die 1991 von Weltenbummler Rollo Gebhard gegründet wurde, töten jedes Jahr 6,4 Millionen Tonnen dieser in den Meeren herumtreibenden Fischernetze mehr als 136.000 Seehunde, Seelöwen, Delfine, Wale, zusätzlich Millionen Vögel, Schildkröten, Fische und noch viel kleinere Organismen, die für das Ökosystem unter und über Wasser notwendig sind.

Außerdem werden Geisternetze aus Plastik über Jahrhunderte in kleine Teilchen zersetzt. Die Auswirkungen der Mikroplastik auf Tiere und Menschen sind indes noch schwierig einzuschätzen. Udo Knake betont: „Nicht zuletzt auch deshalb möchten wir Tischler mit Spendenaktionen die Bergung von Geisternetzen unterstützen.“

  • Weitere Bilder:

Möbelfabrik Knake Gewinner beim Sustainability Supplier Contest von SieMatic im Cluster Oberflächen

„Die Bemühungen rund um das Thema Nachhaltigkeit und zirkuläres Design wurden von unserem Hauptkunden SieMatic honoriert“, freut sich Betriebswirt des Handwerks und Tischlermeister Udo Knake, der den Herforder Familienbetrieb in vierter Generation leitet.

Mit den erstmals durchgeführten „Sustainability Supplier Contest“ zeichnete SieMatic, das seit 95 Jahren in Löhne maßgeschneiderte Küchen für höchste Ansprüche herstellt, auf seiner Hausmesse Interior Design Days drei Lieferanten und ihre nachhaltigen Aktivitäten aus.

Neben der Herforder Möbelfabrik, die bereits seit Anfang der 70er Jahre – damals von Werner Knake geleitet – mit dem renommierten Küchenhersteller eng zusammenarbeitet, erhielten noch Naturstein-Spezialist Schwanekamp (Gescher) und Pfleiderer (Neumarkt), führender Hersteller von Holzwerkstoffen in Europa, die neu geschaffene Trophäe.

SieMatic-Geschäftsführer Axel Maek betont: „Die Beteiligung unserer Partner an dem erstmals durchgeführten Wettbewerb war bereits ausgesprochen gut, zumal wir noch weitere interessante Vorschläge in unsere Produktionsprozesse einfließen lassen könnten.“

Die Firma Knake punktete in ihrer Bewerbung für die Kategorie Oberfläche mit dem jüngst erworbenen RAL-Zertifikat „Möbel - Zirkulär Nachhaltig“, das auch von ihren Kunden genutzt werden darf.
„Dank der engagierten Unterstützung meines gesamten Teams konnten wir bereits mehrere zirkuläre Projekte rasch umsetzen“, so Udo Knake.

Knake bei Ecodesign-Ausstellung dabei

In diesem Jahr hat der Bundespreis Ecodesign einen Meilenstein erreicht: Mehr als 400 innovative und nachhaltige Projekte wurden eingereicht – ein Rekord.

Aus dieser Rekordzahl schafften es rund 140 Beiträge, die Vorauswahl durch den Beirat des Bundespreise Ecodesign und das Umweltbundesamt zu bestehen.

Dabei war auch das Wandregal Bracenet Wall Shelves, aufgehängt an Geisternetzen und von Udo Knake, seinen Mitarbeitern sowie Bracenet aus Hamburg kreiert.

Die besten 140 Einreichungen wurden jetzt auf einer Ecodesign-Ausstellung im feldfünf des Berliner Metropolenhaus gezeigt.
Für eine von 22 Nominierungen als ganz großen Wurf hat es leider erneut nicht ganz gereicht.

  • Weitere Bilder:

Werner Knake GmbH & Co.KG
Salzufler Str. 78 - 80
32052 Herford

+49 (0)5221 8141-0

info@knake.de